Dienstag, 23. Juli 2013

Folgende Frage kam von meinem ehemaligen Geschichtslehrer die ich gerne beantworten werde:

Kommentar

Ich finde es prima, dass es diese Informationen über das Geschichtsstudium aus der Sicht eines Studierenden gibt.
1.Was mich interessieren würde, wäre, wie die entsprechenden Themenblöcke für den Historiker mit Staatsexamen (Lehramt) aussehen.
2. Thema Massenuni: Wie viele Teilnehmer haben Seminare und Vorlesungen? 
3. Spielen MOOCS eine Rolle? 
4. Zum Thema Zulassung zum Studium: Gibt es einen NC?
5. Braucht man das große Latinum?
6.Thema Berufschancen: Gibt es die wirklich? 
7. Was spricht für den Vollhistoriker? 
8. Was für das Lehramt in Geschichte? 
Als Geschichtslehrer an einem Gymnasium hätte ich z.B. Probleme, heutzutage das Geschichtsstudium auf Lehramt am Gymnasium zu empfehlen. Egal, ich wünsche diesem Blog viele Leser und viel Erfolg.

LG
Wolfgang Currlin
Antwort:
1. Mit folgendem Link kommt man auf die Themenblöcke die ein Lehramtstudent erfüllen muss. Ab Seite 5 findet ihr die Themenblöcke
 http://lehramt.phil.uni-mannheim.de/studienanfaenger/studienfuehrer_gympo_geschichte/studienfahrer_gympo_geschichte.pdf

Im Gegensatz zum Historiker Studium, müssen Lehramtstudenten nur einen Bruchteil der Kurse belegen die ein Historiker ableisten muss.

2. Seminare werde meist klein gehalten und haben eine Teilnehmer Zahl von 15 bis 20 Teilnehmern. Das ist aber nur der Durchschnitt. Je nach Dozent können es mehr oder weniger Teilnehmer sein. Vorlesungen sind sehr stark besucht und haben je nach Thema eine Teilnehmerzahl von 40 bis 60 Teilnehmern. Hierzu zählen auch Lehramstudenten, Historiker und Gasthörer.

3.  Massive Open Online Course (MOOC) spielen keine Rolle da im Online-Portal nur Texte und Präsentationen angeboten werden.

4. Einen NC gibt es für die Zulassung des Studiums meiner Erfahrung nicht. Lediglich bei der Wahl des Nebenfaches kann ein NC oder zumindest ein Ranking anfallen.

5. Je nach Uni werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Die Uni Mannheim verlangt kein Latinum. Die Uni Heidelberg hingegen verlangt entweder das große Latinum oder Graecum.

6. Wie in jedem Geisteswissenschaftlichen Fach muss sich der Student klar werden das er in seinem eigentlichen Studiengang nicht arbeiten wird. Je nach eigenem Interesse und der Wahl des Nebenfaches, können unterschiedliche Berufe zugänglich sein. Mit Geschichte und Medien/Kommunikationswissenschaften als Beifach, hat der Student die Möglichkeit in Unternehmen im Personalbereich oder der Außenwerbung eines Unternehmens angestellt zu werden. Doch es gilt das man versucht sich frühzeitig um Kontakte zu bemühen und durch entsprechende Praktikas Erfahrung zu sammeln.

7. Als Vollhistoriker ist man in den Kontext des Schulwesens nicht eingebunden. Die Berufchancen sind weiter gefächert und somit bleibt der Absolvent mobiler in seiener Berufswahl. Viele Studenten lieben Geschichte würde aber nicht den Schulunterricht der freien Berufsentfaltung vorziehen.

8. Das Studium der Geschichte auf Lehramt bedeutet einen relativ sicheren Job in der Zukunft. Dabei ist zu beachten das die Wahl des Lehrortes stark von der Nachfrage des Bundeslandes abhängt. Frei nach dem Motto einmal Lehrer immer Lehrer, ist der Berufsbereich sehr eingeschränkt, was jedoch die Aussichten auf eine Festanstellung ausgleicht.

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